Schluss mit Ängstlichkeit

In turbulenten Zeiten verspüren viele eine innere Anspannung, Unruhe, Ängstlichkeit und Nervosität. Dass die Corona-Pandemie eine große psychische Belastung darstellt, ist kein Geheimnis. Wir haben für euch Tipps gesammelt, mit denen ihr Ängstlichkeit und Nervosität in den Griff bekommen könnt.

Stufe für Stufe nehmen

Nervosität lässt sich nicht von einem Moment auf den anderen abdrehen. Genau so wenig, wie wir uns vom Erdgeschoss ins Dachgeschoss beamen können. Stattdessen kann man Nervosität Schritt für Schritt, wie beim Stufensteigen, in den Griff bekommen. Dazu brauchen wir einen wunderschönen Gedanken, der die Stufe, unseren Boden symbolisieren soll. Wenn wir diesen positiven Gedanken haben, schließen wir die Augen und stellen und fünf Sekunden lang einen negativen Moment vor. Wenn die Nervosität überhandnimmt, schnell die Augen öffnen und an den schönen Gedanken denken. Diese Übung mehrfach wiederholen und dabei die Sekundenanzahl immer wieder erhöhen, aber nur so lange, wie wir uns mit dem negativen Gedanken wohlfühlen. Durch diese ständige kurze Betrachtung der Situation, können wir uns an diese gewöhnen, bis die Nervosität davor verschwunden ist.

Mut zusprechen

Um sich in schwierigen Momenten zu strukturieren, seine Gefühle zu ordnen und zu bewerten, helfen Selbstgespräche. Wir selbst haben es in der Hand, ob wir uns wirkungsvoll Ängste einreden oder Mut zusprechen. Das, was wir uns selbst sagen, steuert unsere Gefühle und damit können wir die Ängstlichkeit in den Griff bekommen. In einem Moment der Unsicherheit hilft es sein Angstgefühl bewusst anzureden. "Hallo liebes Angstgefühl! Schön, dass du da bist. Vielleicht bewirkst du etwas Gutes für mich und machst mich auf etwas aufmerksam. Ich wünsche mir, dass du kein Angstgefühl mehr bist, sondern einfach Respekt vor dem, was ich jetzt tun werde."

Schritt für Schritt gehen

Um Nervosität zu überwinden, gibt es viele verschiedene Techniken, die man erlernen kann. Dabei ist es sinnvoll, diese Techniken vorab zu üben, damit man sie in den entsprechenden Situationen auch zielgerichtet einsetzen kann. Eine Übung, die wir euch vorstellen möchten, besteht aus drei Schritten: Im ersten Schritt die Augen schließen und tief in den Bauch hinein- und doppelt so lange ausatmen. Im zweiten Schritt eine Faust ballen, diese fest zusammendrücken und dazu den Arm anspannen, bis drei zählen und danach wieder loslassen. Im dritten Schritt hilft wieder die Autokommunikation, denn wir sagen uns "Ich spüre meine Nervosität, ich kann damit umgehen und werde das aushalten".

Zauberwort aussprechen

Im Umgang mit Nervosität und Ängstlichkeit gibt es ein Zauberwort, das uns hilft: "Trotzdem". Dieses Wort befreit uns sehr rasch von Gedanken, die uns behindern oder sogar stoppen. Mit dem kleinen Wort "trotzdem" können wir den Fokus eines Gedanken nach vorne, auf das erfolgreiche Handeln legen. Wenn wir denken "Ich habe Angst!", dann liegt der Fokus hier auf der Angst und stopp uns. Wenn wir denken "Ich habe Angst, aber ich mache es trotzdem!" dann geben wir uns selbst einen Schubs und können damit besser vorwärtskommen.

Mut trainieren

Der Spruch "Den Mutigen gehört die Welt" sollte zu unserem Lebensmotto werden. Wenn wir vor einer Herausforderung stehen, dann bedeutet Mut sich einfach zu trauen, ein Risiko einzugehen. Mut ist die Kraft, um mit den eigenen Ängsten fertig zu werden, und dabei erfolgreich zu handeln. Mut ist dabei wie ein Muskel, je öfter wir versuchen mutig zu sein, desto leichter fällt es uns.

Neugier hegen

Ängstlichkeit kann auftreten, wenn wir etwas nicht genau bewerten und einschätzen können. Unbekanntes macht uns vorsichtig und teilweise sogar unsicher. Nachweislich fühlen sich Menschen, die viel erlebt und gesehen haben, entspannter und offener gegenüber Unbekanntem. Diese Erkenntnis können wir für uns nutzen. Indem wir aktiv versuchen Unbekanntes zu erforschen, andere Kulturen zu entdecken und einfach positiv-neugierig Neuem gegenüber zu stehen. Neugier kann wie eine Impfung gegen Ängstlichkeit wirken.